___LoSt In A FrEeZiNg HeLl
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GEDICHTE
 
Der Fensterblick
 
Raus, hinaus sehe ich aus meinem Fenster,
tu, als sähe ich Gespenster,
doch bei all meiner Frevelheit,
alles was ich sehe, ist Dunkelheit.
Ich sehne mich nach Sonnenlicht,
das sich an der Fensterscheibe bricht,
warm auf mein Gesicht scheint,
wie viel Tränen habe ich geweint?
Es bricht mir das Herz,
nicht zu sehen, was ich mir erträume.
Es bringt mir Schmerz,
dass ich die Wahrheit verleugne.
Am Fenster, dort warte ich jeden Tag,
warte, was er bringen mag,
warte nur auf dich,
doch dich bringt er nicht.
Du bist gegangen, einfach fort,
an einen unbekannten Ort,
ließest mich alleine hier,
während ich einsam frier.
All die Wärme wurd mir genommen, 
hast du nicht immer alles bekommen?
Ich gab dir alles mit auf den Weg,
mein Herz, meine Liebe - auf dem Steg.
Doch ohne ein letztes Wort,
gingst Du fort.
Und nun sitz ich hier, am Fenster
und zähle die Gespenster...
 
Liebe
Spürst Du das Messer in deinem Herz?
Spürst Du es, all den Schmerz?
Immer tiefer bohrt es sich,
wo das Ende ist,
Du siehst es nicht.
Tränen fallen zu Boden,
Flammen dein inneres roden.
Ein Schrei erklingt, so dumpf,
spürst das Messer nur noch stumpf.
Erträgst Du den Schmerz,
tief in deinem Herz,
auch die lauten Peitschenhiebe,
weißt Du:
Es ist wirklich Liebe.
 
KURSGESCHICHTEN
 
Sommerabend [Ende]
 Grell schien die Verandebeleuchtung auf uns hinab, unangenehm erleuchtete sie die Dunkelheit, so unangnehm, wie mir diese Situation war. Ich spürte seinen Blick auf meinem Körper, durchdringend, durchbohrend. Ein kühler Wind spielte mit meinem kurzen Faltterrock, meinen blonden Haaren. Ich fröstelte trotz der Sommerwärme, war zu keiner Bewegung mehr fähig. "Sinéad, so hör mich an.", entfuhr es ihm plötzlich und es war, als durchschnitt seine Stimme sanft die Stille, um an mein Ohr zu gelangen. Für einen Moment schien es, als umgäbe mich die Wärme seiner Stimme, ließ mich aufhören zu frösteln. Ein sehnsüchtiger Wunsch, mich in seine Arme zu schmiegen, breitete sich in mir aus, doch so groß dieses Verlangen auch auf mich einwirkte, konnte ich ihn nicht einmal anblicken. Mein Blick galt meinen Füßen. Es war zu viel geschehen...
"Das, was damals geschehen ist. Ich weiß, dass ich es nicht ungeschehen machen kann, doch es tut mir Leid. Ich bitte Dich um eine letzte Chance. Verzeih mir, komm zurück.", doch seine Stimme prallte ab, ich ließ sie nicht an mein Ohr durchdringen, nicht wieder würde ich auf ihn hereinfallen. "So einfach ist das nicht, Seamus. Selbst wenn ich dir verziehe, nichts würde so sein, wie zuvor. Ich war naiv und blind, hatte geglaubt, du hättest aus der Strafe gelernt, die du drei Jahre lang büßen musstest, doch du hast mein Leben nicht zum ersten Mal zerstört!"
Mein Atem ging zügig, immer schneller füllten sich meine Lungen mit der lauen Abendluft des beginnenden Sommers. "Nun geh, verschwinde aus meinem Leben! Du hast all deine Chancen verspielt!" Mein Blick lag immer noch auf meinen Füßen, traute mich nicht in das Gesicht dieses unnahbaren Mannes zu sehen. 
Ohne ein Wort verließ er die Verande, ich blickte ihm nicht nach, doch konnte mich auch nicht von der Stelle rühren. Zu viele Gedanken raubten mir die Fähigkeit, frei zu entscheiden.
Plötzlich jedoch erlosch das Licht, klirrend. Scherben landeten vor meinen Füßen, ein dumpfer Knall von einem faustgroßen Stein. Zwei kalte Hände legten sich groß um meinen Hals, würgend.
 


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